
Wagner-Söldner verlassen Mali offiziell - und bleiben doch
n-tv
Die Söldnergruppe Wagner spielt bei der russischen Invasion in der Ukraine eine wichtige Rolle. Sie ist allerdings auch auf dem afrikanischen Kontinent aktiv und soll für zahlreiche Verbrechen verantwortlich sein. Aussagen zufolge verlässt die Gruppe nun Mali - viele Kämpfer bleiben unter anderer Führung.
Die russische Söldnergruppe Wagner verlässt nach Angaben aus Diplomaten- und Sicherheitskreisen offiziell das westafrikanische Mali - ihre Einheiten sollen jedoch in die russische Nachfolgeorganisation integriert werden, das dem Moskauer Verteidigungsministerium unterstellte Afrikakorps. "Wagner beendet offiziell seine Präsenz in Mali. Aber das Afrikakorps übernimmt", hieß es aus Diplomatenkreisen in der Sahel-Region.
"Mission erfüllt. PMC Wagner geht nach Hause", hieß auf einem der Wagner-Gruppe nahestehenden Kanal im Nachrichtendienst Telegram. Aber: "Der Kreml bleibt Spielleiter", hieß es aus Diplomatenkreisen. "Der Großteil des aus Russland stammenden Wagner-Personals in Mali wird in das Afrikakorps integriert und in den Provinzhauptstädten im Norden und in Bamako bleiben."
Die paramilitärische Gruppe Wagner war seit 2021 in Mali präsent. Seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 ist in dem Land eine Militärjunta unter Führung von General Assimi Goita an der Macht, die mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich gebrochen und sich militärisch und politisch Russland zugewandt hat.
