
Von freien Wahlen kann ich nur träumen
Die Welt
Am Sonntag wurde in Hongkong „gewählt“. Doch der Gewinner wird nicht die Menschen vor Ort, sondern das Regime in Peking vertreten. Ich habe mir oft ausgemalt, wie eine echte Wahl aussehen könnte. Ohne internationalen Druck wird das ein Traum bleiben.
Am Sonntag hat in Hongkong eine „Wahl“ stattgefunden, bei der alle Kandidaten von Peking auf ihre Regimetreue hin überprüft wurden. Die Hongkonger waren aufgefordert, ihre Stimme abzugeben, um das neue Wahlsystem gutzuheißen. Das ist aber im Grunde ein reines Ausleseverfahren, bei dem Stimmen keine Bedeutung haben.
Wer am Sonntag „wählen“ ging, verlieh lediglich dem Regime einen Anschein von Legitimität. Denn wer auch immer die Wahl gewinnt, wird nicht die Menschen in Hongkong vertreten können (Anmerkung der Redaktion: Die Wahlbeteiligung bei dem umstrittenen Votum am Sonntag fiel auf 30,2 Prozent. Vor fünf Jahren hatten noch 58,3 Prozent abgestimmt).

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Im berüchtigten Gefängnis Saidnaja in Damaskus ließ Syriens Diktator Assad systematisch politische Gegner foltern und ermorden. Nach dem Sturz des Regimes gehen schreckliche Bilder aus den unterirdischen Trakten um die Welt. Überlebenden und Angehörigen bleibt nun eine Hoffnung.












