
Viele gut ausgebildete Migranten denken übers Auswandern nach
n-tv
Fachkräftemangel herrscht in vielen Branchen in Deutschland. Dass ausgerechnet gut ausgebildete Migranten darüber nachdenken, das Land zu verlassen, ist dem nicht zuträglich. Eine Migrationsforscherin spricht von einem Risiko.
Unter den Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland hegen einer Studie zufolge vor allem die gut Ausgebildeten Auswanderungsabsichten. Das betrifft einer veröffentlichten Online-Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge besonders wirtschaftlich erfolgreiche Migranten und solche, die die deutsche Sprache gut beherrschen. Dies seien "genau diejenigen, die Deutschland dringend für die Fachkräftesicherung benötigt", betonte Migrationsforscherin Katia Gallegos Torres vom IAB bei der Vorstellung der Studie.
Besonders betroffen seien die "wissensintensiven Dienstleistungsbranchen" wie IT, Finanz- und Versicherungsdienstleistung. Hier sagten der Studie zufolge zwischen 30 und 39 Prozent der befragten Migranten, dass sie Deutschland womöglich den Rücken kehren wollten. Dies sei "ein Risiko, angesichts bestehender Fachkräfteengpässe", sagte Gallegos Torres. Insgesamt gebe es also einen Zusammenhang "zwischen Bildungsstatus und Verdienst auf der einen und Abwanderungsabsichten auf der anderen Seite".
