
Viele Flut-Schäden beseitigt: Immer noch "Mammutaufgabe"
n-tv
Nach dem Hochwasser türmte sich der Müll. Die Flut raubte Menschen ihr Hab und Gut. Inzwischen sieht es besser aus im Kreis Euskirchen: Straßen und Brücken sind neu gemacht, Telefon und Strom gelegt. Aber Weihnachten feiern längst nicht alle wieder im eigenen Haus.
Euskirchen (dpa/lnw) - Fünf Monate nach der katastrophalen Flut ist im besonders betroffenen Kreis Euskirchen ein Großteil der akuten Schäden beseitigt. Der Wiederaufbau von Häusern, Wohnungen, Geschäften und Unternehmen sei in vollem Gange, sagt Markus Ramers (SPD), der Landrat des Kreises. Erste Geschäftsöffnungen wie in Euskirchen seien Silberstreifen am Horizont. "Aber wir stehen immer noch vor einer Mammutaufgabe." Die Aufgabe werde noch Monate und - etwa was Bahnlinien angeht - Jahre dauern.
Auch manche Wohnsituation ist noch provisorisch: "Längst nicht alle können Weihnachten im eigenen Haus wohnen", sagte Ramers. Einige Betroffene leben in Ferienwohnungen, weil ihr Zuhause noch nicht bewohnbar ist. In der Eifel-Gemeinde Kall wurden Tiny Houses aufgestellt. Hier hätten Menschen eigene vier Wände bekommen, die zuvor teils bei Verwandten untergekommen waren. Nicht überall gebe es in geschädigten Häusern eine Heizung, berichtet der Landrat. "Viele können die erste Etage ihres Hauses bewohnen, sie leben mit gewissen Einschränkungen."
