
Viel Freiheit, viele Opfer – und die Angst vor einem viel schlimmeren Winter
Die Welt
In den Krankenhäusern warten Patienten in der Notaufnahme mehr als zehn Stunden, Arzttermine sind Mangelware. Das britische Gesundheitswesen arbeitet seit Monaten an der Belastungsgrenze. Dennoch hält die Regierung am freiheitlichen Sonderweg fest. Jetzt jedoch droht ein weiteres Problem.
Großbritannien geht schon lange einen Sonderweg und hat bereits Mitte Juli, bei Inzidenzen von über 40.000 neuen Fällen im Wochendurchschnitt sämtliche Restriktionen aufgehoben. Maskenpflicht, Beschränkungen für Clubs oder Großveranstaltungen gibt es seither nicht mehr. Auch Impfnachweise sind nicht vorgeschrieben.
Bislang haben es das Land und sein Gesundheitssystem irgendwie geschafft, der Lage Herr zu bleiben. Doch jetzt steht der Winter bevor. Und er wird ein Problem mitbringen, dass es im Vorjahr noch nicht gab.

Im Kriegsfall braucht es nicht nur Panzer und Bunker, sondern auch eine stabile Gesundheitsversorgung. Pharmamanager Simon Goeller sieht Europas Medikamentenmarkt nicht ausreichend für den Ernstfall gerüstet. Er warnt vor der Abhängigkeit von China und den unabsehbaren Folgen, sollten Antibiotika ausgehen.












