
Verdächtige Svitlana U. beteuert im Interview ihre Unschuld
n-tv
Einen Haftbefehl hat die Bundesanwaltschaft wegen der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines erlassen. Doch Volodymyr Z. soll sich wieder in der Ukraine befinden. Eine weitere Verdächtige bestätigt, ihn zu kennen. Im Interview mit RTL/ntv weist sie die Vorwürfe aber zurück.
Wegen der Sabotage auf die Ostsee-Pipeline Nord Stream erlässt der Generalbundesanwalt einen ersten Haftbefehl gegen einen ukrainischen Staatsbürger. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Polen bestätigt entsprechende Berichte. Allerdings habe der in Polen lebende Verdächtige das Land bereits Richtung Ukraine verlassen, hieß es. Als Grund wird angegeben, dass Deutschland zwar einen europäischen Haftbefehl erlassen, nicht aber dessen Namen in das Fahndungsregister aufgenommen habe.
Der Mann, der Volodymyr Z. genannt wird, soll Tauchlehrer sein. Neben ihm wurden zwei weitere Verdächtige, ein Mann und eine Frau, im Zusammenhang mit der Sabotage der Erdgas-Leitung identifiziert. Gegen sie wurde bisher kein Haftbefehl erlassen. Die beiden sollen ebenfalls ukrainische Tauchlehrer sein. Die Frau - Svitlana U. - beteuert im Interview mit RTL/ntv aber ihre Unschuld.
Sie kenne Volodymyr Z. sagte sie im Interview per Videocall. "Ich habe mit ihm nicht gearbeitet, aber ich kenne ihn, er ist ein Freund und Pate meines Kindes", so Svitlana U. Über den Aufenthaltsort von Z. sagte sie: "Sicher weiß ich es nicht. Nach dem, was mir bekannt ist, ist er derzeit in der Ukraine, in Kiew." Sie habe nach der Veröffentlichung des Berichts mit ihm telefoniert. "Er sagte mir, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er damit etwas zu tun hat. Denn er hat kleine Kinder."
