
US-Notenbank rüttelt nicht am Leitzins
n-tv
Die US-Wirtschaft schrumpft. Der Arbeitsmarkt erweist sich als robust. Trumps Zollpolitik bereitet Sorgen. Für die Fed gibt es in dieser Lage keinen Grund, den Leitzins anzupassen. Entgegen Trumps Forderung behält Notenbankchef Powell das hohe Niveau bei.
Die US-Notenbank Federal Reserve hält den Leitzins konstant. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beließen den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Zu diesem Satz können sich Geschäftsbanken Zentralbankgeld leihen. Der Schritt war von Analysten erwartet worden. Trump hatte die Fed in den vergangenen Wochen mehrfach aufgefordert, die Zinsen zu senken. Die Notenbank begründete ihr Vorgehen unter anderem damit, dass das Risiko einer höheren Inflation gestiegen sei - und dürfte damit auch auf Trumps aggressive Zollpolitik anspielen.
Der Republikaner hatte zuletzt immer wieder vor allem gegen Fed-Chef Jerome Powell ausgeteilt. Er tat jüngst kund: "Ich glaube, ich verstehe viel mehr von Zinsen als er." Die Fed arbeitet unabhängig von der US-Regierung. Die Fed hat angedeutet, dass sie es nicht eilig hat, die Zinssätze zu senken, was Powell und Trump auf Konfrontationskurs bringt.
Die Bank will jedoch vor einer etwaigen Lockerung zunächst mehr Klarheit darüber, wie sich der vom US-Präsidenten angezettelte Zollkonflikt auf die Preise und die Konjunktur in den Vereinigten Staaten auswirkt. Die Unsicherheit über den Konjunkturausblick habe weiter zugenommen, warnten die Währungshüter.
