
Unionsfraktionsvize möchte sich bei Brosius-Gersdorf entschuldigen
n-tv
Mit ihrem Rückzug erlöst Frauke Brosius-Gersdorf die wortbrüchige Union. In der SPD brodelt es, sie kritisiert einen Sieg des rechten Mobs. Ein prominenter Unionspolitiker empfindet Reue. Eine rechte Kampagne kann er allerdings nicht erkennen.
Mathias Middelberg, der stellvertretende Fraktionschef der Union im Bundestag, hält eine Entschuldigung von CDU und CSU bei SPD und Frauke Brosius-Gersdorf für angebracht. Die Fraktionsführung der Union hätte die gewichtigen Bedenken gegen die Jura-Professorin als Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht früher erkennen müssen, sagte der CDU-Politiker im NDR. Die Fraktion habe sich gegenüber der SPD "nicht sauber und korrekt verhalten. Das haben wir versäumt, und das ist sicherlich ein Fehler gewesen."
Middelberg weiter: "Dafür kann man sich bei den Sozialdemokraten entschuldigen. Und das kann man auch gegenüber Frau Brosius-Gersdorf so tun." Denn sie sei dadurch unnötig lange in der Diskussion gehalten worden und Angriffen von außen ausgesetzt gewesen.
