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UN-Plastikkonferenz in Paris meldet Erfolg

UN-Plastikkonferenz in Paris meldet Erfolg

DW
Saturday, June 03, 2023 06:03:43 PM UTC

Ein internationales Abkommen zur Eindämmung von Plastikmüll rückt näher. In der zweiten Verhandlungsrunde in Paris einigten sich gut 170 Staaten auf ein Prozedere für die nächste Konferenz im November.

Bei der Ausarbeitung für ein internationales Abkommen zur Eindämmung von Plastikmüll gibt es Fortschritte. Fünf Tage hatten Vertreter aus rund 170 Staaten in Frankreichs Hauptstadt verhandelt. Es war die zweite von fünf Beratungsrunden der Vereinten Nationen. In der nun zum Abschluss der Pariser Gespräche veröffentlichten Resolution heißt es, das Verhandlungskomitee bitte seinen Vorsitzenden Gustavo Meza-Cuadra Velásquez darum, einen "Entwurf für die erste Fassung des rechtsverbindlichen internationalen Vertrags zu erstellen".

Dieser Entwurf soll im November auf der dritten Beratungsrunde in der kenianischen Hauptstadt Nairobi erörtert werden. Die Verhandlungen sollen dann im April 2024 in Kanada fortgeführt und schließlich Ende 2024 in Südkorea abgeschlossen werden.

Die Delegierten reagierten am Freitag mit Beifall auf die Verabschiedung des Resolutionstextes durch Komiteepräsident Meza-Cuadra Velásquez. Der französische Umweltminister Christophe Béchu hatte bereits vor dem Abschluss der Beratungsrunde eine rasche Fortsetzung der Verhandlungen gefordert. Diese müssten "bis zum nächsten Treffen in Nairobi nonstop weitergehen, damit wir den Druck erhalten und das Ziel von 2024 schaffen".

Umweltschützern geht das Erreichte nicht weit genug. "Am Ende konnten sie sich nur auf einen Minimalkompromiss einigen, alle inhaltlich schwierigen Verhandlungen wurden nach endlosen Verzögerungstaktiken der Plastiklobby abermals verschoben", sagte die Expertin für Ressourcenschutz bei Greenpeace, Viola Wohlgemuth. Besonders Saudi-Arabien, China und die USA hätten zusammen mit der petrochemischen Industrie alles daran gesetzt, ein wirksames globales Abkommen zu untergraben.

Mit der Vereinbarung soll einerseits die Produktion von Plastik eingedämmt, andererseits die Entsorgung und Wiederverwertung verbessert werden. Saudi-Arabien, Russland, China und Indien wollen dabei verhindern, dass der künftige Vertrag mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen werden kann.

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