
Ukraine nutzt Storm Shadow-Lenkwaffe bereits
n-tv
Kürzlich liefert Großbritannien der Ukraine als "Gamechanger" beschriebene Marschflugkörper. Storm Shadow heißen sie. Laut dem britischen Verteidigungsminister sind die Lenkwaffen eine Art Ersatz für nicht gewährte westliche Kampfjets. Über diese könnte wieder im Juni diskutiert werden.
Die Ukraine hat die von Großbritannien gelieferten Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow bereits im Krieg gegen Russland eingesetzt. "Es ist mein Verständnis, dass sie genutzt wurden, seitdem wir ihre Übergabe an die Ukraine angekündigt haben", sagte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace. Mit den Raketen hätten die Ukrainer die Möglichkeit, russische Kommandozentren zu treffen, die aus Furcht vor Artilleriesystemen wie dem US-Mehrfachraketenwerfer HIMARS ins Hinterland verlegt wurden. Weitere Details nannte der Minister nicht.
Russland hatte bereits in der vergangenen Woche von einem Storm Shadow-Einsatz gesprochen. Ein Angriff habe auf eine chemische Fabrik und einen Fleischverarbeitungsbetrieb in Luhansk gezielt, erklärte das russische Verteidigungsministerium und beschuldigte den Gegner, dass ein angriffbedingter Brand nahegelegene Wohngebäude zerstört habe und mehrere Zivilisten verletzt worden seien. Dieses Angaben waren nicht von unbeteiligter Seite zu überprüfen.
Unabhängig von diesen russischen Anschuldigungen erklärte der britische Verteidigungsminister nun, die Marschflugkörper seien eine Art Ersatz dafür, dass der Westen bisher nicht die von der Ukraine geforderten Kampfjets liefere. "Wenn man keine Kampfflugzeuge liefern kann, kann man dann dazu beitragen, die Dinge bereitzustellen, die Kampfflugzeuge leisten, nämlich mit Schlägen tief im Hinterland? Ja, das können wir, das können wir mit Storm Shadow tun", sagte Wallace.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












