
Ukraine erwartet Drohnensturm gegen Kraftwerke
n-tv
Wenn im Oktober in der Ukraine die Heizperiode beginnt, fangen erfahrungsgemäß auch die verstärkten Angriffe der Russen auf Kraftwerke und Übertragungsleitungen an. Russland geht es dabei vor allem um die Zermürbung der Menschen.
Die Ukraine steht vor dem vierten Winter, in dem infolge der russischen Angriffe massive Stromabschaltungen zu erwarten sind. In den vergangenen Jahren hat Russland häufig ungefähr Mitte Oktober damit angefangen, die ukrainische Energieinfrastruktur zu beschießen - also ausgerechnet in der Zeit, in der die Heizperiode beginnt und der Stromverbrauch steigt.
Besonders schwer waren bisher zwei Phasen: der erste Winter 2022/2023, als es landesweite Blackouts gab - und kurioserweise der heiße Sommer 2024, als die Bewohner der Hauptstadt Kiew teilweise nach einem Plan leben mussten, der für jeden Haushalt zwei Stunden mit Strom und dann sieben Stunden ohne Strom vorsah.
Die massiven Angriffe auf Energieanlagen im vergangenen Winter haben vor allem die ukrainische Industrie stark getroffen; Normalverbraucher blieben von großen Stromausfällen eher verschont. Doch mit der steigenden Drohnenproduktion in Russland und mit massiven Angriffen, bei denen zusammen mit Drohnen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper eingesetzt werden, wächst die Sorge, dass dieser Herbst und Winter auch für Haushalte wieder schwierig werden könnten.
