
Ukraine aktuell: Biden sieht russischen Angriffskrieg als globale Herausforderung
DW
US-Präsident Biden nimmt beim Indopazifik-Gipfel zur Ukraine Stellung. Kanzler Scholz ruft zu höherer Energieproduktion auf. Das "Time Magazine" zählt Präsident Selenskyj zu den einflussreichsten Menschen. Ein Überblick.
Bei einem Gipfeltreffen vier führender Demokratien des Indopazifik-Raums hat US-Präsident Joe Biden den russischen Angriffskrieg in der Ukraine als globale Herausforderung bezeichnet. "Das ist mehr als nur eine europäische Angelegenheit, es ist ein globales Problem", sagte Biden in Tokio. "Wir bewegen uns durch eine dunkle Stunde unserer gemeinsamen Geschichte", fügte er hinzu. Neben Japan, Australien und den USA nahm an den Beratungen auch Indien teil, das in Bezug auf den Ukraine-Krieg eine neutrale Haltung einnimmt und westliche Sanktionen nicht mitträgt. Die Regierung in Neu Delhi hat traditionell gute Beziehungen zum Kreml und kauft viele russische Rüstungsgüter.
Biden traf sich im Anschluss auch noch separat mit dem indischen Premier Narendra Modi. Nach dem Gespräch erklärte das Weiße Haus, Biden habe "Russlands nicht zu rechtfertigenden Krieg gegen die Ukraine verurteilt". Zu Modis Haltung gab es in der US-Mitteilung jedoch keine Angaben.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat nochmals klargestellt, dass Deutschland und seine Verbündeten den Einmarsch Russlands in die Ukraine nicht akzeptieren können. Der Deutschen Welle sagte Scholz während seines Besuchs in Südafrika, nie wieder dürfe es einen erfolgreichen Versuch geben, Grenzen mit Gewalt zu verändern.
