
Tour-Team Ineos holt Mastermind aus dunklen Radsportzeiten zurück
n-tv
Das einstmals übermächtige Team Ineos fällt bei der Tour de France in diesem Jahr vor allem durch unsouveränen Umgang mit Doping-Fragen auf. Und mit einem mysteriösen Mastermind: Die Rückkehr von Dave Brailsford erinnert an ungute Zeiten des Radsports.
Der einst mächtigste Mann des Radsports ist zurück beim einstmals mächtigsten Team der Radsports - doch weder Mann noch Team wollen wirklich darüber reden. Nicht nur wegen des Comebacks von Mastermind Dave Brailsford ließe sich bei der laufenden Tour de France trefflich über die britische Ineos-Mannschaft berichten. Doch das Team hat sich bei kritischen Themen eine weitgehende Nachrichtensperre verordnet. Und liefert damit den wieder aufgekommenen Verdächtigungen des Dopings und der klandestinen Machenschaften Nahrung.
"Dieses Team hatte immer eine strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber Doping. Historisch wie aktuell", hieß es knapp von Ineos auf Anfrage des Sportinformationsdienstes: "Wir halten uns an alle relevanten Anti-Doping-Vorschriften und kooperieren mit allen Behörden und bei allen Ermittlungen." Ein seltenes Lebenszeichen der Mannschaft aus Knightsbridge bei London. Die Nachfrage war nötig, weil zuletzt Indizien - vor allem im Rahmen der ARD-Doku "Im Windschatten" - aufzeigten, dass rund um Ineos Unlauteres ablaufen könnte. Im Kern ging es um einen Betreuer, der Kontakte in belastete Kreise unterhalten habe und bis heute fürs Team tätig sein soll.
