
Tigray-Rebellen erobern UNESCO-Stätte Lalibela
DW
Kämpfer der äthiopischen Unruheregion Tigray sind in der Nachbarregion Amhara weit vorgerückt. Sie nahmen die Welterbestätte Lalibela ein. Die USA mahnten, das kulturelle Erbe mit den Felsenkirchen zu respektieren.
Die in Lalibela im zwölften Jahrhundert in Fels gehauenen Kirchen gehören zum Weltkulturerbe der Vereinten Nationen (UN). Kämpfer der Rebellenorganisation TPLF (Tigray People's Liberation Front) rückten im Zuge ihrer Offensive in die Stadt ein und eroberten sie laut Augenzeugen-Berichten kampflos. Von den örtlichen Sicherheitskräften sei niemand zu sehen gewesen, hieß es. Einwohner berichteten, viele Menschen flüchteten aus der Stadt. Lalibela, das auch als heilige Stätte für Millionen äthiopischer orthodoxer Christen gilt, liegt in der Region Amhara im Norden Äthiopiens. In den vergangenen Wochen hatten die TPLF-Rebellen aus Tigray ihren Vormarsch auf die beiden Nachbarregionen Amhara im Süden und Afar im Osten ausgeweitet. 250.000 Menschen sind vor den Gefechten auf der Flucht.More Related News
