
Teamplayer Blume löst Einzelkämpfer Diess ab
n-tv
Seit 1994 arbeitet Oliver Blume im Konzern, nun erreicht er den Spitzenposten: Er wird neuer Vorstandschef von Volkswagen - und soll einen neuen Führungsstil etablieren, den Teamgedanken. Doch die Aufgaben sind groß. Und pünktlich zum Personalwechsel gibt es auch Berichte über Blumes Nähe zur Politik.
Einsam an der Spitze wäre nichts für Oliver Blume - denn Teamgeist betrachtet der Porsche-Chef als Rezept, um Krisen zu meistern und Erfolge zu feiern. Wie wichtig das Einbinden von Beschäftigten und die Zusammenarbeit von Managern untereinander ist, erwähnt Blume fast in jedem Interview. "Je besser das Team zusammenspielt, desto besser meistern wir gemeinsam diese Herausforderungen", sagte er einmal dem "Handelsblatt".
Genau das ist es wohl, was Blume als Chef von Volkswagen anders machen soll als sein Vorgänger Herbert Diess, der oft einen Konfrontationskurs gegen die Gewerkschaften fuhr. Blume solle mit dem gesamten Vorstand die Transformation weiter vorantreiben, lautet der letzte Satz in der Mitteilung des Konzerns zu dem überraschenden Wechsel. "Mit einer Führungskultur, die den Teamgedanken in den Mittelpunkt stellt."
Der hochgewachsene, jungenhaft wirkende 54-Jährige steht mit Porsche-Fahrzeugen für ein Luxusprodukt, tritt aber keineswegs elitär oder arrogant auf. "Oliver Blume ist ein Teamplayer, der sich nicht in den Vordergrund drängt", sagen Personen aus seinem Umfeld. Komme es zu keinem Konsens, schrecke er aber nicht davor zurück, das letzte Wort zu sprechen.
