
Taucher bergen kiloweise Geisternetze aus der Nordsee
n-tv
Tief im Meer wickeln sich verlorene Fischernetze um Schiffswracks und werden so zu Todesfallen für Fische und Krebse. In der Nordsee werden nun solche Geisternetze geborgen - das ist teils riskant.
Spiekeroog (dpa/lni) - Vor der niedersächsischen Nordseeküste haben Taucherinnen und Taucher Dutzende Geisternetze aus rund 20 Metern Tiefe geborgen und zum Recycling an Land gebracht. Die Fischernetze, die verloren gegangen sind und sich tief im Meer etwa an alten Wracks aufhängen, seien eine Gefahr für Meereslebewesen wie Fische und Krebse, sagte Derk Remmers, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Ghost Diving Germany.
"Tiere, die jagen, verhaken sich darin und bleiben hängen." Außerdem zerbröselten die Kunststoffnetze mit der Zeit zu Mikroplastik. Das gelange in Nahrungsketten.
"Deswegen haben wir uns der Aufgabe verschrieben, das aus dem Meer zu entfernen", sagte Remmers. Mit dem Projekt "Geisternetze Ostfriesland", was es in diesem Sommer zum dritten Mal gibt, wollen die Organisatoren um die NV-Versicherungen, dem Unternehmen bessergrün und Ghost Diving Germany auf die Probleme rund um die Geisternetze in den Meeren aufmerksam machen.
