
"Tatort" thematisiert ungleiche Asylpolitik
n-tv
"Erika Mustermann" konfrontiert die Berliner Kommissare mit der politischen Realität Venezuelas. Und einer Flüchtlingspolitik, die auch im echten Leben mit zweierlei Maß misst.
Im neuen Berliner "Tatort" sind die Kommissare Bonard (Corinna Harfouch) und Karow (Mark Waschke) einer Bande von Dokumentenfälschern auf der Spur. Doch während ein Großteil des Films in den (fiktiven) Räumlichkeiten der Bundesdruckerei stattfindet, liegt sein eigentliches Zentrum viele Tausend Kilometer entfernt - in Caracas.
"Erika Mustermann" - benannt nach dem Platzhalternamen auf deutschen Ausweisdokumenten - thematisiert das Schicksal venezolanischer Geflüchteter in Deutschland und rückt damit eine der größten, aber zumindest in Deutschland gerne übersehenen, humanitären Krisen unserer Zeit in den Fokus. Fast acht Millionen Menschen - mehr als ein Viertel der gesamten Bevölkerung - haben in den letzten zehn Jahren ihr südamerikanisches Heimatland verlassen. Im ersten Halbjahr 2025 stellten Venezolaner die meisten Asylanträge in der EU - mehr als jedes andere Herkunftsland, einschließlich Syrien und Afghanistan.

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