
Türkischer Journalist fordert von Bundesregierung Konsequenzen – „Angriffe werde zunehmen“
Die Welt
Nach Ansicht des in Berlin attackierten Journalisten Erk Acarer wird die Türkei von Bundesregierung und EU zu sehr hofiert. Bei einer weiteren Zusammenarbeit fürchtet er Gefahren für Exilanten in ganz Europa – schon jetzt gebe es „Hinrichtungslisten“.
Eine Woche nach dem tätlichen Angriff auf sich hat der im Berliner Exil lebende türkische Journalist Erk Acarer die Bundesregierung aufgefordert, Konsequenzen im Umgang mit der Türkei zu ziehen. „Wenn die Zusammenarbeit mit der Türkei weitergeht, dann denke ich, dass solche Angriffe zunehmen werden“, warnte Acarer bei einer Pressekonferenz der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) in Berlin. Die staatliche Ordnung in der Türkei sei einem „Bandenstaat“ gewichen. Die türkische Regierung werde von der Bundesregierung und der EU zu sehr hofiert. „Es gibt Abkommen über Rüstungsgüter, das Flüchtlingsabkommen, (...) Erdogan bekommt vieles, was er möchte“, sagte Acarer, der laut RSF unter anderem für die türkische Zeitung „Birgün“ arbeitete. Gleichzeitig steuere die Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seit langem „Faschisten und Islamisten über Moscheen, Vereine und andere Organisationen“.More Related News







