
Tübinger Grüne stellen Kandidatur von Boris Palmer in Frage – Urwahl soll entscheiden
Frankfurter Rundschau
Die Grünen in Tübingen stellen sich gegen Boris Palmer. Eine erneute Kandidatur des amtierenden OB ist daher fraglich.
Tübingen – Die Tübinger Grünen haben sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, den Oberbürgermeisterkandidaten für die Wahl im kommenden Jahr per Mitgliederentscheid zu bestimmen. Die Entscheidung vom Mittwoch (20.10.2021) bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag. Damit stellt die Partei eine neuerliche Kandidatur des seit 2007 amtierenden Oberbürgermeisters Boris Palmer infrage. Palmer fiel in der Vergangenheit immer wieder durch provokante Äußerungen, die nicht im Einklang mit Positionen seiner Partei standen, bundesweit auf.
Zuletzt sorgte er im Mai mit ein Facebook-Eintrag mit rassistischer Wortwahl für Aufregung, mit dem er auf den Fussballspieler Daniel Aogo reagierte. Daraufhin beschloss die Landespartei ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn.Palmer wollte sich zum Beschluss seines Ortsverbands vom Mittwoch (20.10.2021) zunächst nicht äußern.
Palmer muss sich also einer Urwahl stellen, so er denn wieder kandidieren und die Unterstützung seiner Partei haben will. Ob er sich einem Mitgliederentscheid stellen wird, dürfte wohl auch vom Ausgang des Parteiausschlussverfahrens abhängen. Palmer wird dabei vom ehemaligen Grünen-Politiker Rezzo Schlauch anwaltlich vertreten.













