
Sylter Goldschakal ruft Jagd-Touristen auf den Plan
n-tv
Sylt sucht einen Goldschakal - und auch Jäger von außerhalb wollen mit auf die Pirsch gehen. Entsprechende Anfragen lehnt der Landkreis jedoch ab. Was vielleicht gut gemeint ist, sei bei der Jagd nach dem scheuen Tier nicht hilfreich.
Wenige Tage nachdem eine spezielle Ausnahmegenehmigung den Abschuss des Goldschakals auf Sylt erlaubt hat, wollen sich auch Jäger aus anderen Regionen beteiligen. "Es haben sich Leute gemeldet, aber das wird nicht in Anspruch genommen - wir wollen hier keinen Jagd-Tourismus", sagte der stellvertretende Kreisjägermeister Nordfrieslands, Manfred Uekermann. Seit Samstag hätten ihn mehrere Interessierte aus ganz Deutschland kontaktiert, um mitzujagen. Wie viele es genau sind, könne er nicht sagen.
Mit den rund 20 bis 30 ehrenamtlichen Sylter Jägern, die sich auf der rund 99 Quadratkilometer großen Insel aktiv an der Jagd nach dem Goldschakal beteiligen, stünden ausreichend Jäger zur Verfügung. "Noch mehr Leute sind hier nicht nötig." Ruhige Bereiche seien für die nächtliche Jagd essenziell. Rechtlich möglich sei es, dass sich Jägerinnen und Jäger mit einer schriftlichen Genehmigung des zuständigen Jagdpächters an der Jagd auf der Nordseeinsel beteiligen.
