
Studie: Frankfurt hat höchste Kokain-Diagnoserate in Hessen
n-tv
In Frankfurt wird Kokainmissbrauch laut einer Studie deutlich häufiger ärztlich festgestellt als in anderen hessischen Städten. Besonders betroffen: Männer zwischen 30 und 49 Jahren.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In Frankfurt wird Kokainmissbrauch häufiger diagnostiziert als in jeder anderen hessischen Stadt. Das geht aus dem Barmer Morbiditäts- und Sozialatlas hervor. An zweiter Stelle folgt demnach das Stadtgebiet Kassel. Laut der Auswertung wurde im Jahr 2023 bei 1,27 von 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Frankfurt Kokainmissbrauch ärztlich festgestellt, in Kassel bei 0,98 je 1.000.
Damit war die Diagnoserate in Frankfurt beinahe viermal so hoch wie die des Bundes (0,33 je 1.000), in Kassel war sie fast dreimal so hoch. "Die Analyse kann nur die Spitze des Eisbergs zeigen, da lediglich ein Bruchteil der Konsumentinnen und Konsumenten wegen ihres Kokainmissbrauchs in Behandlung ist", sagte Barmer-Landeschef Martin Till laut Mitteilung. Im bundesweiten Vergleich jener Flächenländer, in denen Kokainmissbrauch am häufigsten registriert wurde, liegt Hessen dem Report zufolge nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf Rang drei.
Die Auswertung mache deutlich, dass vor allem junge Menschen den Risiken des Kokainkonsums ausgesetzt sind und medizinische Hilfe benötigen, erläuterte Till. So wurde der Missbrauch der Droge der Analyse zufolge hauptsächlich in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen festgestellt. Männer in diesem Alter waren rund dreimal häufiger betroffen als Frauen.
