
Strobl warnt: Spionage und Cyberangriffe auf Rekordhöhe
n-tv
Gewaltbereite Salafisten, Reichsbürger, Rechts- und Linksextremisten - Verfassungsschützer haben alle Hände voll zu tun. Schlagzeilen machten zuletzt auch mutmaßliche Saboteure im Dienste Russlands.
Stuttgart (dpa/lsw) - Spione im Dienste Russlands sind nach Angaben des baden-württembergischen Verfassungsschutzes in Europa so aktiv wie nie zuvor - und der Südwesten bleibt ein bevorzugtes Ziel. Auch China und Iran setzten Sabotage und Staatsterrorismus ein, um Deutschland und Baden-Württemberg zu schaden, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) bei der Vorlage des Verfassungsschutzberichts. Unverändert hoch sei auch die Gefahr durch Cyberangriffe ausländischer Nachrichtendienste.
Baden-Württemberg stehe wegen seiner Unternehmen, wissenschaftlicher Einrichtungen und mehrerer wichtiger Militäreinrichtungen als sogenannte Host-Nation im Fokus, sagte Strobl. Russland versuche aber auch, durch Sabotage Ängste zu schüren und zu destabilisieren.
Auffällig sei auch der Einsatz sogenannter Low-Level-Agents. Diese umgangssprachlich auch als "Wegwerfagenten" bezeichneten Handlager sind keine geschulten Geheimdienstmitarbeiter, sondern sie werden für bestimmte Operationen angeheuert. "Aktuell steckt meist Russland dahinter – der russische Auftraggeber verschleiert seine Beteiligung jedoch, unter anderem durch mehrstufige Befehlsketten", teilte der Verfassungsschutz mit.
