
Starker Anstieg bei Übergriffen auf Fahrpersonal in Zügen
n-tv
Bahnfahren gilt als sicher. Doch die Zahl der erfassten Vorfälle in Regionalbahnen steigt. Besonders das Zugpersonal ist Angriffen ausgesetzt
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Übergriffe auf Fahrpersonal in Regionalzügen in Nordrhein-Westfalen sind stark angestiegen. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 1.300 Bedrohungen in Zügen, von denen sich die allermeisten gegen Kontroll- und Sicherheitskräfte richteten, wie aus dem neuen Sicherheitsbericht 2024 für den Regionalverkehr in NRW hervorgeht. Das ist ein Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Körperverletzungen im Regionalverkehr stieg von 823 auf 905 erfasste Taten. Die meisten dieser Taten richteten sich ebenfalls gegen das Kontroll- und Sicherheitspersonal.
Insgesamt stieg die Zahl der sogenannten sicherheitsrelevanten Vorfälle im Schienennahverkehr auf fast 43.000 im vergangenen Jahr (2023: rund 38.500). Die Steigerungen seien größtenteils auf eine verbesserte Datenerfassung zurückzuführen, heißt es in dem Bericht.
Den größten Teil macht nach wie vor das Schwarzfahren aus. Das sogenannte Erschleichen von Leistungen, also Fahren ohne Ticket, erreichte allein in Regionalzügen mit fast 15.000 erfassten Fällen einen neuen Höchststand (2023: rund 12.870). Wenn Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen hinzukämen, lägen die Zahlen noch höher.
