
Staatsregierung hält an Verkauf von Strafjustizzentrum fest
n-tv
Mit vielen Mitteln drängen Münchner Gruppen und Politiker darauf, das Gerichtsgebäude doch noch für bezahlbare Wohnungen zu nutzen. Unterdessen gibt es aber schon erste Kaufinteressenten.
München (dpa/lby) - Trotz massiver öffentlicher Kritik aus München hält die Staatsregierung an ihren Verkaufsplänen für das Strafjustizzentrum fest. "An der Haltung der Staatsregierung hat sich nichts geändert", sagte ein Sprecher des bayerischen Bauministeriums. Das offizielle Verfahren zum Verkauf sei zwar noch nicht eröffnet. "Interessenbekundungen sind aber schon geäußert worden", sagte der Sprecher. Weitere Details könne er aktuell nicht nennen.
Zuvor hatte sich an der Entscheidung des Ministeriums, das Areal zu verkaufen, statt in dem Gebäude in zentraler Lage - wie zwischenzeitlich beabsichtigt - bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, deutliche Kritik aus München geregt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) rief Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einem offenen Brief dazu auf, den von Bauminister Christian Bernreiter (ebenfalls CSU) verkündeten Verkauf noch zu stoppen.
Die Gerichte, deren Verfahren derzeit noch im Strafjustizzentrum laufen, sollen ab kommendem Jahr in einen Neubau am Leonrodplatz ziehen. Die Arbeiten dort sind allerdings noch nicht abgeschlossen.
