
So lief der erste Prozesstag gegen Christina Block ab
n-tv
In der Silvesternacht 2023 eskaliert ein jahrelanger Sorgerechtsstreit: Die Unternehmerin Christina Block soll die Entführung der eigenen Kinder zurück zu ihr nach Deutschland veranlasst haben. In Hamburg beginnt der Prozess gegen sie. Auch Blocks Ex-Mann erscheint. Die Verteidiger der Angeklagten weisen ihm die Schuld zu.
Ein erbitterter Sorgerechtsstreit, der laut Anklage in der Entführung zweier Kinder gipfelte: Vor dem Hamburger Landgericht hat der Prozess gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block und sechs weitere Angeklagte begonnen. Einer davon ist Blocks Lebensgefährte, der ehemalige Fernsehmoderator Gerhard Delling, dem Beihilfe vorgeworfen wird. Der Prozess war mit Spannung erwartet worden. Schon Stunden vor Beginn warteten erste Journalisten vor dem Landgericht. Auch Blocks Ex-Mann und Vater der insgesamt vier gemeinsamen Kinder, Stephan Hensel, erschien im Gericht und saß seiner früheren Ehefrau als Nebenkläger gegenüber.
Nach Verlesung der Anklage musste er erst einmal zuhören, welche Vorwürfe ihm wiederum die Verteidigung machte. Während dieser Ausführungen machte Hensel sich Notizen. Die Anwälte Blocks wiesen jede Schuld ihrer Mandantin zurück. Christina Block habe zu keiner Zeit einen Auftrag erteilt, ihre Kinder von dem in Dänemark lebenden Vater zurückzuholen, sagte Anwalt Otmar Kury. Sie sei "nicht schuldig", sagte er weiter. "Sie ist auch nicht hinreichend verdächtig." Zugleich erhob er schwere Vorwürfe gegen den Vater der Kinder, der seiner Mandantin den Kontakt zu ihrer Tochter und ihrem Sohn jahrelang rechtswidrig verweigert und die Kinder damit geschädigt habe. Zudem kündigte Kury eine umfangreiche Erklärung Blocks an.
