
Sirenen, Bunker, Cyberverteidigung – Fraktionen wollen Zivilschutz stärken
Die Welt
Koalition und Opposition im Parlament sind sich einig: Besserer Bevölkerungsschutz in Deutschland sei „logische Konsequenz“ des russischen Angriffs auf die Ukraine. Doch ein Blick auf eine Behördenwebsite dokumentiert Hilflosigkeit.
Auf der Homepage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) lässt sich in diesen Tagen gut nachlesen, was die Menschen in Deutschland derzeit beschäftigt. Unter der Überschrift „Fragen, die uns derzeit verstärkt erreichen“ erklärt die Behörde unter anderem, wie sich die Menschen im Verteidigungsfall verhalten sollen („informiert bleiben“, „amtliche Warnungen befolgen“), wo sie Schutz suchen können („unterirdische Gebäudeteile“) und ob man zum Schutz vor Radioaktivität Jod-Tabletten einnehmen sollte („keine Prophylaxe!“).
Die Antworten sind, angesichts des russischen Angriff auf die Ukraine und der wiederkehrenden Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ein Dokument der Hilflosigkeit. Deutschland ist gut 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges auf militärische Auseinandersetzungen nicht mehr vorbereitet.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












