
Sinkender Dollar schlecht für Bayerns Industrie
n-tv
Bayerns Industrie lebt von Exporten. Die Ausfuhren in viele Länder werden in Dollar abgerechnet. Verliert die US-Währung an Wert, sinken die Erträge - eine weitere Belastung in schwierigen Zeiten.
München (dpa/lby) - Bayerns Industrie hat in schwieriger Lage mit einem weiteren Problem zu kämpfen: der kräftigen Abwertung des Dollar in den vergangenen Monaten. Eine schwache US-Währung bedeutet, dass europäische Produkte in Dollar gerechnet teurer werden. Seit Jahresbeginn hat der Dollar nach Daten der Europäischen Zentralbank im Vergleich zum Euro um 12 Prozent nachgegeben: Zum Jahreswechsel war ein Dollar noch knapp 0,97 Euro wert, am vergangenen Freitag noch 0,85.
"Da eine Abwertung des Dollar auch die an ihn gekoppelten Währungen betrifft, entsteht der Effekt auch gegenüber vielen anderen Volkswirtschaften, zum Beispiel in Fernost", sagt der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt. "In Summe sinkt unsere preisliche Wettbewerbsfähigkeit und damit auch der Absatz an Waren."
Die deutsche Industrie hat an ihren heimischen Standorten ohnehin mit hohen Kosten zu kämpfen, die Marktanteile vor allem in China sind in den vergangenen Jahren gesunken. Der ungünstige Wechselkurs verstärkt nun noch einmal den Effekt der Zollerhöhungen durch US-Präsident Donald Trump.
