Seilpartnerin von Laura Dahlmeier schildert Ablauf des tödlichen Bergunglücks in Pakistan
ProSieben
Ein Steinschlag trifft Laura Dahlmeier auf 5.700 Metern Höhe. Ihre Seilpartnerin sieht das Unglück - und kann nicht helfen. Der Leichnam soll nun vorerst in den Bergen bleiben.
Nach dem tödlichen Unglück von Laura Dahlmeier im Karakorum in Pakistan hat ihre Seilpartnerin Details zum Hergang geschildert. "Ich habe beobachtet, wie die Laura ein riesengroßer Stein getroffen hat, und wie sie dann gegen die Wand geschleudert wurde. Von dem Moment an hat sie sich auch nicht mehr bewegt", schilderte Marina Krauss am Donnerstag (31. Juli), drei Tage nach dem Unglück, in einer Presserunde in der Stadt Skardu, wie der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtete. "Wenn wir eine halbe Stunde früher dran gewesen wären, dann wären wir auch sicher runtergekommen", sagte die Bergsteigerin, die bei dem Unglück am Montag selbst unverletzt blieb. Es sei für sie nicht möglich gewesen, sicher an die Unglücksstelle zu kommen. Die einzige Möglichkeit, Laura zu helfen, sei gewesen, den Helikopter zu rufen. "Wir wussten, dass wir das technisch auf jeden Fall draufhaben, dass laut der Wettervorhersage und wenn wir eben in der Nacht starten, dass es alles machbar ist", sagte ihre Seilpartnerin über die Vorbereitung auf den anspruchsvollen Laila Peak. Dennoch brachen die beiden Bergsteigerinnen die Besteigung vor dem Erreichen des 6.069 Meter hohen Gipfels auf 5700 Metern Höhe ab. Die Bedingungen sollen sich verschlechtert haben. Während des Abseilens wurde Laura Dahlmeier von dem Steinschlag getroffen. Das Unglück sei an der dritten Abseilstelle geschehen, sie selbst sei bereits unten gewesen, Laura seilte als Zweite ab, berichtete die Seilpartnerin.
