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Schweres Erdbeben erschüttert die Philippinen

Schweres Erdbeben erschüttert die Philippinen

DW
Wednesday, July 27, 2022 09:13:38 AM UTC

Der Norden der Philippinen ist von einem heftigen Erdbeben heimgesucht worden. Das Epizentrum befand sich in dem Ort Lagangilang in der Provinz Abra auf der Insel Luzon. Es gab mindestens vier Todesopfer.

Das Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen bezifferte die Stärke des Bebens am Mittwochmorgen auf eine Stärke von 7,0. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS erreichten die Erdstöße eine Stärke von 7,1. Das Epizentrum des Bebens wurde nach USGS-Angaben in einer Tiefe von zehn Kilometern gemessen. Die betroffene Region liegt etwa 330 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Eine Tsunami-Warnung gab es zunächst nicht.

Mindestens vier Menschen kamen bei dem Beben ums Leben. Etwa 60 Menschen seien auf der Hauptinsel Luzon im Norden des Archipels verletzt worden, teilte Innenminister Benjamin Abalos mit. 173 Gebäude seien beschädigt und 58 Erdrutsche durch die Erschütterungen ausgelöst worden. Am schwersten betroffen war die Provinz Abra, wo allein 44 Menschen verletzt wurden. Dort riss das Beben ein Loch in der Fassade eines Krankenhauses. Nach offiziellen Angaben musste das Gebäude evakuiert werden, Patienten wurden jedoch nicht verletzt.

Der Katastrophenschutz teilte mit, in einigen betroffenen Gebieten seien Strom und Funksignale ausgefallen. "Alle 15 Minuten spüren wir Nachbeben", erklärte die Vize-Gouverneurin der Provinz, Joy Bernos, im Fernsehen. "Viele Menschen bleiben noch außerhalb ihrer Häuser, aber bis jetzt haben wir keine Berichte über Todesopfer."

Die örtliche Kongressabgeordnete Ching Bernos teilte im Internet Fotos, auf denen halb eingestürzte oder zur Seite gekippte Häuser sowie Gebäude mit großen Rissen und zerbrochenen Glasfenstern zu sehen waren. Ob sich unter den Trümmern Tote und Verletzte befinden, blieb zunächst unklar.

Die Erdstöße waren bis Manila zu spüren, wo Menschen aus Wohnhäusern und Büros in Sicherheit gebracht wurden. Mehrere Hochhaustürme wurden evakuiert. Auch der Betrieb der Hochbahn und der U-Bahn im Großraum Manila wurde während der Hauptverkehrszeit vorsichtshalber eingestellt. Das Senatsgebäude wurde Medienberichten zufolge evakuiert.

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