
Schulpsychologin: Kinder leiden unter Anspannung
n-tv
Pandemie, Krieg, Klimakrise - die gesamtgesellschaftlichen Themen und die damit einhergehende Anspannung zeigt sich aus Sicht von Fachleuten an den Schulen im Land. Die Zahl der Beratungen bei Schulpsychologen ist gestiegen.
Halle (dpa/sa) - Der Beratungsbedarf an Schulen hat laut der Schulpsychologischen Beratung in Sachsen-Anhalt auch nach der Pandemie weiter zugenommen. Grund dafür seien die gesamtgesellschaftlichen Themen und die damit einhergehende Anspannung, die sich auch an den Schulen im Land "wie unter einem Brennglas" zeige, sagte die Referatsleiterin der schulpsychologischen Beratung beim Landesschulamt, Carola Wilhayn, der Deutschen-Presse Agentur.
Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen im Land sehen bei Kindern verschiedene Ängste oder depressive Symptomatiken. Diese würden auch zum Schulschwänzen führen. Wilhayn benannte unter anderem Trennungsängste, Leistungs- und Versagensängste, auch soziale Ängste und eben auch existenzielle Ängste, "wenn wir in Richtung Klimadebatte schauen". Viele der Sorgen seien noch auf die teilweise lange Isolierung der Kinder in der Pandemie zurückzuführen.
Besonders bei Grundschülern sei "trotz intensiver Bemühungen mit Homeschooling" zu sehen, dass es Nachholbedarf beim Lesen, Schreiben und Rechnen gebe. "Das spüren natürlich auch die weiterführenden Schulen durch die aufwachsenden Jahrgänge", so Wilhayn.
