
"Scholz wäre kein Klima-Kanzler"
n-tv
Fridays-for-Future-Sprecherin Carla Reemtsma zeigt sich enttäuscht vom Bundestagswahlkampf. "Wir werden, so sehr wir darauf hoffen, keine 1,5-Grad-konforme Klimaregierung bekommen." Erstmals seit März findet heute ein Klimastreik statt.
Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat eine Sprecherin der Bewegung Fridays for Future, Carla Reemtsma, den in Umfragen führenden SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz kritisiert. "Mit dem, was Olaf Scholz die vergangenen Jahre gemacht hat, ist er definitiv kein Klima-Kanzler", sagte Reemtsma im "Frühstart" bei ntv.
Die SPD falle mit ihrem Wahlprogramm deutlich hinter ihr selbst gesetztes Ziel zurück, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Scholz halte außerdem weiterhin am Kohleausstieg im Jahr 2038 fest. "Der müsste vorgezogen werden auf allerspätestens 2030", so die Klimaaktivistin. Dass die Grünen in den Umfragen zuletzt deutlich abgesunken sind, wollte sie nicht als Zeichen dafür werten, dass Klimapolitik für die Bürger weniger wichtig geworden sei.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












