
Schleuserbande vor Gericht
n-tv
Touristenvisa, Bordelle, Rotationsprinzip: Die Anklage gegen eine bundesweite Gruppe offenbart, wie Frauen und Transsexuelle aus Thailand in Deutschland systematisch ausgebeutet wurden.
Bielefeld/Frankfurt (dpa/lhe) - Sie sind mit Touristenvisa eingereist und haben über Jahre ihre Schulden in Bordellen in Deutschland abarbeiten müssen. Vor dem Landgericht Bielefeld steht ab Dienstag (11.11.) eine Gruppe, die Frauen und Transmenschen aus Thailand gewerbs- und bandenmäßig in die Bundesrepublik geschleust haben soll.
Laut Staatsanwaltschaft war den zehn Angeklagten aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Rostock und Frankfurt klar, dass die Opfer keine eigenen Einnahmen haben würden und durch ihren illegalen Aufenthaltsstatus in Deutschland in Abhängigkeitsverhältnis entstehen würde.
Die Angeklagten im Alter zwischen 29 und 64 Jahren hatten dabei unterschiedliche Rollen. Zum Teil organisierten sie das Netzwerk, zum Teil waren sie Fahrer und Kuriere oder betrieben auch Bordelle.
