Schöne Worte reichen nicht
Süddeutsche Zeitung
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, spricht zur Lage der Union. Die Entscheidungen aber fallen immer noch woanders.
Eigentlich müsste die Welt den Atem anhalten, wenn Ursula von der Leyen zur Lage der Union redet. Sie spricht für 450 Millionen Menschen, die drittgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA und China. Mit dem ihr eigenen Pathos hat sie am Mittwoch dargelegt, wie die EU den epochalen Weg in eine klimafreundliche Zukunft angeht, wie der Kontinent Verantwortung für die Menschen in Afghanistan zu übernehmen gedenkt, die digitale Zukunft gestalten, armen Ländern mit Impfstoffen helfen will. Sie musste auch rechtfertigen, wie sie Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit im eigenen Haus Europa gegen Populisten aus Ungarn oder Polen verteidigt. Ursula von der Leyen ist Stimme europäischer Macht und Werte, und reden kann sie, mühelos wechselnd zwischen Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch.

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