
Russische Zentralbank senkt überraschend Leitzins
n-tv
Russland kämpft seit der Umstellung auf Kriegswirtschaft mit einer hohen Inflation. Aus diesem Grund hält die Zentralbank in Moskau lange an ihrem noch höheren Leitzins fest. Nach Ansagen aus dem Kreml ändern die Währungshüter nun aber ihren Kurs.
Die russische Zentralbank hat dem wachsenden politischen Druck nachgegeben und ihren Leitzins überraschend gesenkt. Er werde von 21 auf 20 Prozent zurückgenommen, teilten die Währungshüter in Moskau mit. Künftige Entscheidungen würden davon abhängen, wie schnell und nachhaltig die Inflation nachlasse, betonte die Notenbank zugleich.
Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow hatte die Währungshüter in dieser Woche dazu aufgefordert, ihre Zinsen zu senken. "Wir setzen auf eine rechtzeitige Lockerung der Geldpolitik, um das vom Präsidenten vorgegebene Wachstumsziel von drei Prozent in Zukunft aufrechtzuerhalten", sagte Reschetnikow. Ökonomen erwarten, dass sich das russische Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 1,5 Prozent verlangsamen wird. Die Regierung prognostiziert 2,5 Prozent. 2024 hatte es noch zu einem Plus von 4,3 Prozent gereicht.
