
Rheuma-Liga sieht Versorgungslücken bei Heiltherapien
n-tv
Rheuma ist oft schmerzhaft und nicht heilbar. Die Krankheit lässt sich aber behandeln. Therapien wie Wassergymnastik helfen, die Beweglichkeit von Gelenken zu erhalten.
Rudolstadt (dpa/th) - Die Rheuma-Liga sieht zunehmend Probleme bei der Versorgung von Rheumakranken mit Heiltherapien wie Warmwassergymnastik in Thüringen. Seit Jahren fehlten Zugangsmöglichkeiten für die Nutzung von Rehabilitationskliniken mit Therapieschwimmbecken und öffentlichen Schwimmbädern, teilte der Landesverband der Patientenselbsthilfeorganisation mit. Zudem wirkten sich vorübergehende Schwimmbadschließungen wie derzeit in Gera und Suhl gravierend auf das Angebot von Bewegungstherapien aus, erklärte die Thüringer Liga-Präsidentin Kerstin Keding.
Zu befürchten sei, dass sich der Gesundheitszustand der Betroffenen verschlechtere und sie öfter ihren Arzt aufsuchen oder im Krankenhaus behandelt werden müssten.
Rheuma ist ein Überbegriff für mehr als 100 entzündliche sogenannte Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper attackiert, etwa die Gelenke, die Haut, innere Organe und Blutgefäße. Am bekanntesten ist die schmerzhafte chronische Gelenkentzündung, in der Fachsprache rheumatoide Arthritis genannt. Gymnastik im warmen Wasser, wo viele Bewegungen leichter fielen, ermögliche es den Erkrankten, Bewegungseinschränkungen zu lindern und Verschlechterungen hinauszuzögern, so Keding. Patienten blieben durch solche Therapien mobiler.
