
Regierung: Druck bei Brand- und Katastrophenschutz
n-tv
Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Landesregierung plant den Schutz gegen Brände und Naturkatastrophen weiter auszubauen. So soll der Standort Wünsdorf zum Zentrum des Brand- und Katastrophenschutzes sowie als Waldbrandkompetenzzentrum entwickelt werden, erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag in der Potsdamer Staatskanzlei. In diesem Jahr seien für den Ausbau der Landesschule am Standort 2 Millionen Euro und im kommenden Jahr knapp 22 Millionen Euro vorgesehen.
Man müsse nachjustieren, führte Woidke aus. Den Standort in Wünsdorf im Landkreis Teltow-Fläming mitsamt einer zweiten Feuerwehrschule auszubauen, sei das Ergebnis von Gesprächen mit Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Forstverwaltung und Kommunen. Zudem müssten Förderprogramme optimiert, der Feuerwehr- und Sanitätsunterricht an Schulen gestärkt sowie Hilfsorganisationen besser gestellt werden. Brandenburg werde aufgrund seiner Sandböden und seiner Kiefernwälder noch auf Jahre ein Waldbrand-Hotspot bleiben.
Woidke warf den Blick auch auf den aktuellen Angriff auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide. Auch auf solche gesellschaftlichen Entwicklungen und Eskalationen müsse man vorbereitet sein.
Laut Innenminister Michael Stübgen (CDU) wird das Land Brandenburg für den Brand- und Katastrophenschutz bis zum Ende der Legislatur Finanzmittel von mehr als 230 Millionen Euro ausgegeben haben. Das sei mehr als in den beiden vorherigen Legislaturperioden zusammen.
