
Rechtsstreit um Jamel-Festival geht in nächste Runde
n-tv
Das Musik- und Demokratie-Festival "Jamel rockt den Förster" findet erstmals als Versammlung statt. Das hat möglicherweise Auflagen der Ordnungsbehörden zur Folge, über die heftig gestritten wird.
Schwerin/Jamel (dpa/mv) - Der Streit um versammlungsrechtliche Auflagen für das Festival "Jamel rockt den Förster" geht in die nächste Runde. Ein Sprecher des Landkreises Nordwestmecklenburg kündigte Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schwerin zugunsten der Veranstalter an. Nach Ansicht der Kommunalbehörde wurden die zusätzlich vorgebrachten Begründungen für die geplanten Schutzmaßnahmen durch die Richter nur unzureichend gewürdigt. Daher solle sich das Oberverwaltungsgericht in Greifswald nun mit der Sache befassen.
Das Gericht in Schwerin hatte am Mittwoch entschieden, dass das Festival in Jamel, eine der populärsten Musikveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern gegen Rechtsextremismus, weitestgehend so stattfinden könne, wie in den Jahren zuvor. Auflagen wie ein Alkoholverbot, das Verbot von Glasflaschen oder die Bereitstellung von deutlich mehr Ordnungskräften wurden auf Antrag der Veranstalter zurückgewiesen.
Doch müssen sie der Polizei, die das Festival auf dem alten Forsthof wegen der räumlichen Nähe zu bekennend rechtsextremen Dorfbewohnern alljährlich mit einem Großaufgebot begleitet, die auftretenden Musiker, Bands und Redner vorab melden. Die Namen werden vor der Öffentlichkeit sonst bis zum Schluss geheim gehalten.
