
Rechnungshof: Pensionszahlungen für Beamte explodieren
n-tv
Wenn Beamte in den Ruhestand gehen, haben sie Anspruch auf Pensionen. Die Zahlungen dafür werden sprunghaft steigen – und der Finanzspielraum für das Land wird immer enger, warnt der Rechnungshof.
Rudolstadt (dpa/th) - Thüringen hat für die Zahlung sprunghaft steigender Beamtenpensionen kaum finanzielle Vorsorge getroffen. "Angesichts der sich abzeichnenden Höhe der jährlichen Versorgungsausgaben waren die Vorsorgeleistungen Thüringens bislang äußerst gering", sagte Rechnungshofpräsidentin Kirsten Butzke in Rudolstadt der Deutschen Presse-Agentur. Die Folge: Thüringens finanzieller Spielraum, beispielsweise für Investitionen oder neue Landesprojekte wie ein kostenloses Schulessen, werde weiter eingeschränkt.
Allein in den vergangenen zehn Jahren haben sich die Zahlungen des Landes für pensionierte Beamte etwa verdreifacht. Nach Angaben des Rechnungshofs beliefen sie sich 2015 auf rund 136 Millionen Euro. 2024 waren es bereits etwa 450 Millionen Euro.
Pensionierte Beamte gebe es in einem ostdeutschen Bundesland wie Thüringen überhaupt erst seit den 2000er Jahren in nennenswerter Zahl. Damals waren es den Angaben nach knapp 400 Pensionäre, 2010 bereits mehr als 3.300 und 2024 fast 16.000.
