
Rätsel um "luftgetrocknete" Mumie gelüftet
n-tv
Der Pfarrvikar Franz Xaver Sidler von Rosenegg starb vor fast 300 Jahren in Oberösterreich. Doch sein Leichnam ist bis heute gut erhalten. Wie kann das sein? Wissenschaftler haben jetzt eine Antwort gefunden. Des Rätsels Lösung liegt in einer Körperöffnung der Mumie.
Um die Mumie des sogenannten "Luftg'selchten Pfarrers" aus Oberösterreich ranken sich zahlreiche Mythen - nun hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, warum der Leichnam von Pfarrvikar Franz Xaver Sidler von Rosenegg, der 1746 starb, bis heute so außergewöhnlich gut erhalten ist: Eine bislang unbekannte Einbalsamierungsmethode dürfte der Grund sein.
"Unsere Untersuchung hat ergeben, dass der hervorragende Erhaltungszustand auf eine ungewöhnliche Art der Einbalsamierung zurückzuführen ist, bei der der Unterleib durch den Rektalkanal mit Holzspänen, Zweigen und Stoffen gestopft und Zinkchlorid zur inneren Trocknung hinzugefügt wurde", wird Andreas Nerlich von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Erstautor der im Fachjournal "Frontiers in Medicine" veröffentlichten Studie, in einer Mitteilung zitiert.
