
Punkt 12 Uhr ist die Rahmede-Talbrücke Geschichte
n-tv
Nach minutiöser Vorbereitung bringen Sprengmeister heute die 17.000 Tonnen schwere Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen zu Fall. Die Leidenszeit der Anwohner endet damit jedoch nicht: Noch für Jahre wird die Nord-Süd-Achse zwischen Frankfurt und Dortmund unterbrochen bleiben.
Die letzten Vorbereitungen vor der geplanten Sprengung der Rahmede-Talbrücke an der Autobahn 45 am Sonntagmittag im Sauerland laufen. Der Sprengbereich in Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben der Autobahn GmbH in einem Radius von rund 300 Metern abgesperrt. Rund 110 Absperrposten wurden eingerichtet. Am Vormittag kontrollierte ein Suchhundetrupp den Absperrbereich. Etwa 150 Kilogramm Sprengstoff sind an den Brückenpfeilern in 2035 Bohrlöchern angebracht worden.
Am Mittag um 12.00 Uhr (live bei ntv) soll das bis zu 70 Meter hohe, gut 450 Meter lange und 17.000 Tonnen schwere Bauwerk in ein gewaltiges Fallbett stürzen. Vorher sollen ab 11.35 Uhr mehrmals Sprengsignale zur Warnung ertönen. Die Sprengladung wird den Planungen zufolge exakt um 12.00 Uhr gezündet. Gegen 12.20 Uhr wird die Aktion mit einem weiteren Sprengsignal beendet. Anschließend soll das Sprengergebnis überprüft werden. Für 13.00 Uhr ist eine abschließende Pressekonferenz geplant.
Der Sprengmeister hatte vorab betont, die Brücke müsse "haargenau" gerade herunterkommen. Wegen der Bebauung direkt unterhalb der Brücke sei die Aktion extrem herausfordernd. Die Vorbereitungen sind schon länger im Gang. Baumaschinen hatten für das Fallbett gut 100.000 Kubikmeter Erde herangeschafft.
