
Psychisch erkrankte Jugendliche häufiger bei Social Media
n-tv
Eine britische Studie zeigt, dass junge Menschen mit psychischen Erkrankungen täglich länger auf Social Media sind. Auch wird bei ihnen eine größere Unzufriedenheit mit der Anzahl der Online-Freunde beobachtet. Forscher können bisher nur vermuten, was dahintersteckt.
Junge Menschen mit einer psychischen Erkrankung verbringen im Vergleich zu psychisch gesunden Jugendlichen mehr Zeit auf Social Media, wie es in einer aktuellen Studie aus Großbritannien heißt. Durchschnittlich sind es pro Tag etwa 50 Minuten mehr. Allerdings können die Forscher bisher keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und einer Erkrankung ableiten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Nature Human Behaviour" veröffentlicht.
Laut den Forschern gibt es aber Hinweise, dass Jugendliche mit Erkrankungen wie Angstzuständen und Depressionen sich besonders stark von sozialen Medien beeinflusst fühlen. Demnach gaben Betroffene an, sich mit anderen in sozialen Medien zu vergleichen und keine Kontrolle über die Zeit zu haben, die sie auf den Plattformen verbringen. Sie berichteten auch von Stimmungsschwankungen aufgrund von Likes und Kommentaren.
