
Prognose: Städte und Gemeinden verlieren 236.000 Einwohner
n-tv
Thüringen schrumpft und wird älter. Nun liegen neue Berechnungen über das Ausmaß vor.
Erfurt (dpa/th) - Thüringens kreisangehörige Städte und Gemeinden verlieren nach einer neuen Berechnung in den nächsten 20 Jahren rund 236.000 Einwohner. Das sind 15 Prozent ihrer Bevölkerung, wie aus einer Vorausberechnung des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Dabei wird sich diese Entwicklung im Zeitraum bis 2045 regional sehr unterschiedlich unter den 600 kreisangehörigen Städten und Gemeinden vollziehen - es gibt Gewinner, aber vor allem viele Verlierer unter ihnen.
Die Spannbreite reicht nach der sogenannten Bevölkerungsvorausberechnung von einem überdurchschnittlichen Bevölkerungsschwund in einzelnen Kommunen von bis zu 59,4 Prozent, bis zu einem Einwohnergewinn von 58,7 Prozent. Die Berechnungen liegen jetzt für jede einzelne Gemeinde vor.
Das Gros der kreisangehörigen Gemeinden mit 58,8 Prozent verliert in den nächsten beiden Jahrzehnten danach zwischen 10 und 30 Prozent ihrer Bevölkerung. Drei Prozent der Gemeinden können mit einer voraussichtlich stabilen Einwohnerzahl rechnen. Einen Zuwachs von mehr als 2,0 Prozent können 7,5 Prozent der Gemeinden erwarten. "Charakteristisch für die Entwicklung in den nächsten Jahren ist ebenso die weitere Alterung der Bevölkerung", erklärte das Landesamt.
