
Profis puzzeln zerstörten AquaDom zusammen
n-tv
Als im vergangenen Dezember der AquaDom zerbarst, entladen sich gewaltige Wassermassen mitten in der Berliner Innenstadt. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, soll in einer Brandenburger Lagerhalle ermittelt werden. Es gibt vier mögliche Faktoren - und schon jetzt wenigstens eine gute Nachricht.
Es war ein großer Schreck, als das 16 Meter hohe Riesenaquarium in den frühen Morgenstunden des 16. Dezembers mitten in der Berliner Innenstadt zerbarst. Etwa eine Million Liter Wasser ergossen sich in die Umgebung des Hotels nahe des Alexanderplatzes, in dessen Lobby das Aquarium stand. International sorgte das Unglück für viel Aufmerksamkeit.
Es kann von Glück gesprochen werden, dass neben zwei Leichtverletzten niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Neun Tonnen wog das größte der insgesamt mehr als 700 Bruchstücke. Von den 1500 Fischen hingegen starben fast alle. Nach dem Unglück wurde viel über die Ursache spekuliert: War es Materialermüdung? Kleine Risse an der Oberfläche? Oder vielleicht Temperaturschwankungen?
In einer Lagerhalle in Brandenburg versucht ein Team aus Ingenieuren im Auftrag der Firma, der die Hotelimmobilie gehört, in akribischer Kleinstarbeit herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dafür setzen sie die Bruchstücke möglichst so zusammen, wie sie ursprünglich angeordnet waren. "Wir machen es wie bei einem Puzzle: Mit den Ecken fängt man an", sagt Ingenieur Robert Kirchner.
