
Problemzone Prädatoren? Angler tagen zu Kormoran und Otter
n-tv
Aus Sicht des Anglerverbands zählen tierische Jäger mit zu den größten Bedrohungen für Thüringens Fischfauna. Was das auch mit der Gewässerqualität zu tun hat.
Erfurt (dpa/th) - Der Landesanglerverband sieht heimische Fischbestände zunehmend durch Raubtiere gefährdet. "Wir haben schon genügend Probleme, was den Klimawandel angeht, der sich auf die Zusammensetzung der Fischarten auswirkt, und dann haben wir noch Prädatoren, die große Schäden anrichten", sagt der Geschäftsführer des Landesanglerverbands Thüringen, André Pleikies.
Gänsesäger, Graureiher, aber auch den Mink aus der Familie der Marder sowie den als gefährdet geltenden Fischotter zählt Pleikies dazu auf. Allen voran aber nennt er den Kormoran: "Nicht der Kormoran an sich ist das Problem, sondern seine zu große Zahl", betont Pleikies. Er spricht von einem "massiven Fraßdruck" durch die Vögel.
150 Vereine und mehr als 20.000 Mitglieder gehören zum Landesanglerverband Thüringen. Damit sei die Organisation einer der größeren Naturschutzverbände im Land, so Pleikies. Es gehe nicht nur darum, die Tiere zu angeln, sondern sich auch ehrenamtlich für deren Erhalt und Verbesserung des Fischbestands und der Gewässer einzusetzen. "Ohne Hege und Besatzmaßnahmen und die Schutzprogramme der Angler wäre die Situation für unsere Fischarten deutlich schlechter", meint Pleikies.
