
Potsdamer Fraktionen werben um Stimmen für OB-Abwahl
n-tv
Abwahl statt Amtsbonus? In Potsdam kämpfen fast alle Fraktionen gegen OB Schubert - mit scharfen Vorwürfen und Flyern. Am 25. Mai entscheiden die Bürger, ob der Rathauschef gehen muss.
Potsdam (dpa/bb) - Mit scharfen Vorwürfen des Missmanagements gegen Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) werben die Stadtfraktionen in den kommenden rund zweieinhalb Wochen für eine Abwahl des Ratshauschefs. Allein Schuberts SPD in der Landeshauptstadt steht an seiner Seite und zieht eine positive Bilanz seiner bisherigen Amtszeit.
Am 25. Mai entscheidet ein Bürgerentscheid über die Abwahl des Potsdamer Oberbürgermeisters. Die Parteien wollen mit Plakaten, Flyern und an Infoständen die Wahlberechtigten mobilisieren.
Die Stadtfraktionen warfen Schubert am Vormittag bei einer Pressekonferenz in Potsdam Planlosigkeit und politisches Versagen vor. "Er ist die falsche Person an der Spitze", sagte die Vorsitzende der Stadtfraktion Grüne/Volt/Die Partei, Silke Reimer. "Es kann nur besser werden", meinte Hans-Jürgen Scharfenberg, Fraktionschef des Bündnisses für Vernunft und Gerechtigkeit. Die Stadtfraktionen werfen Schubert unter anderem vor, er führe die Verwaltung nicht richtig und setzte Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung nicht um.
