
Polizeigewerkschaft warnt vor Personalmangel bei Grenzkontrollen
n-tv
Ab ihrem ersten Tag will die künftige Regierung die Kontrollen an Deutschlands Grenzen verstärken und Asylsuchende zurückweisen. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt eine strengere Regelung irregulärer Migration, warnt aber, dass das Personal der Bundespolizei nicht ausreiche.
Nach der Ankündigung schärferer Grenzkontrollen ab kommender Woche hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Problemen durch zu wenig Personal gewarnt. "Wenn ab der kommenden Woche die Kontrollen verschärft und mehr Zurückweisungen vorgenommen werden sollen, müssen zusätzlich mehrere Hundert Kräfte an die Grenzen geschickt werden", sagte Gewerkschaftschef Andreas Roßkopf den Funke-Zeitungen. "Wir müssen aufpassen, dass bei alldem die weiteren Aufgaben der Bundespolizei nicht vernachlässigt werden, etwa der Schutz des Bahnverkehrs oder der Luftsicherheit."
Schon jetzt könne die Bundespolizei die geforderte Präsenz an den Staatsgrenzen nur gewährleisten, "weil neben den regulären Kräften dort hunderte Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei aushelfen", fuhr Roßkopf fort. Zwar seien die Aufgaben an der Grenze "mit dem vorhandenen Personal noch leistbar". Aber mit jeder Steigerung werde es schwieriger. Die Bundespolizei brauche mehr Personal und eine bessere technische Ausstattung, forderte der GdP-Chef.
