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Paralympics: Gemischte Gefühle zum Abschluss

Paralympics: Gemischte Gefühle zum Abschluss

DW
Sunday, March 13, 2022 03:26:54 PM UTC

Bei aller Freude über das starke Abschneiden der deutschen Mannschaft bei den Paralympics in Peking, trüben der Ukraine-Krieg, ein umstrittener Gastgeber und die Pandemie die Stimmung.

Die Schatten des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie waren lang - unter ihrem deutlichen Eindruck standen die Paralympischen Winterspiele, die am Sonntag in Peking mit einer symbolträchtigen Abschlusszeremonie zu Ende gegangen sind. Andrew Parsons, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), lobte in seiner Rede, die "glänzenden" Leistungen der Sportler in schwierigsten Zeiten". Er bedankte dich bei den chinesischen Organisatoren für "atemberaubende, sichere und spektakuläre Spiele". China habe "Maßstäbe für alle zukünftigen Winterspiele gesetzt" und sei nun "ein paralympisches Wintersport-Powerhouse", so Parsons.

Die deutschen Sportler freuten sich über ihre unerwartet starke Bilanz. Mit 19 Medaillen war die Gesamtausbeute genauso gut wie vor vier Jahren in Pyeongchang in Südkorea, auch wenn es diesmal weniger Goldmedaillen zu bejubeln gab. Im Medaillenspiegel erreichte Deutschland den siebten Rang. Die erst 18-jährige Goldmedaillengewinnerin im Biathlon, Leonie Walter, trug mit ihrem Guide Pirmin Strecker die deutsche Fahne ins Stadion. Erfolgreichste deutsche Sportlerin war Anna-Lena Forster. Die Monoskifahrerin kam auf zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. Die erst 15 Jahre alte Linn Kazmeier (Langlauf) und die drei Jahre ältere Walter holten ebenfalls Gold.

Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine und den starken Einschränkungen des Lebens in der hermetisch abgeriegelten Corona-Blase war die Stimmung während der Spiele zeitweise gedrückt. Nach heftigen Kontroversen waren die Mannschaften aus Russland und Belarus kurz vor Beginn der Paralympics ausgeschlossen worden, nachdem man sie zunächst zugelassen hatte.

Parsons, der bei der Eröffnungsfeier seine Empörung über den Ukraine-Krieg deutlich ausgedrückt hatte, gab sich zum Abschluss eher zurückhaltend. In seiner Rede erwähnte er den Ukraine-Krieg nicht explizit. Die Sportler bezeichnete er aber als "Champions des Friedens, deren Taten mehr als Worte sagten". Die Spiele hätten Hoffnung geschürt auf "Inklusion, auf Harmonie und vor allem auf Frieden". Die Menschheit wolle "in einer Welt des Dialogs leben".

Trotz dieser nur leichten politischen Anspielungen wurde seine Rede in der Übersetzung des chinesischen Staatsfernsehens wie schon bei der Eröffnung erneut zensiert, indem der Inhalt nur umschrieben und das Wort "Frieden" vermieden wurde.

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