
Panischer 1. FC Köln schmeißt Trainer und Sportchef raus
n-tv
Der 1. FC Köln zittert und bangt um die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga - und schmeißt vor den entscheidenden Spielen Trainer und Sportchef raus. Das haben sie schon einmal getan, mit glücklichem Ende.
Fußball-Zweitligist 1. FC Köln hat sich nach übereinstimmenden Medienberichten von Cheftrainer Gerhard Struber und Sport-Geschäftsführer Christian Keller getrennt. Einen Tag zuvor hatten die Kölner gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg nur ein 1:1 erreicht und dadurch die Tabellenführung an den Hamburger SV verloren haben. Die Fans hatten ihren Unmut lautstark kundgetan, nach dem Spiel brandete ein gellendes Pfeifkonzert und zahlreiche "Struber raus"-Rufe durchs mit 50.000 Zuschauern ausverkaufte Stadion.
Dennoch hat der 1. FC Köln weiter gute Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga. Die Rheinländer haben zwei Spieltage vor dem Saisonende noch drei Punkte Vorsprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz drei. Offiziell solle das Aus für Struber und Keller am Montag vom Klub kommuniziert werden, hieß es in den Berichten.
Der Entscheidung soll ein Krisentreffen vorangegangen sein, bei dem sich Keller hinter den Österreicher Struber gestellt hatte. Auch nach dem 1:1 hatte der Geschäftsführer den Trainer gestützt, er könne "ausschließen, kurzfristig etwas zu verändern, weil ich von so etwas nichts halte." In dem Krisentreffen soll sich der mächtige Gemeinsame Ausschuss der Klubgremien dann zu einer Ablösung des Duos entschlossen haben, vor allem Rewe-Boss Lionel Souque, Vorsitzender des Aufsichtsrats, soll die treibende Kraft gewesen sein, berichtet die "Bild"-Zeitung.
