
Opposition fordert Lauterbach zur Offenlegung von Verträgen auf
Die Welt
Ging es bei der Vergabe eines 800.000-Euro-Auftrags durch das Gesundheitsministerium mit rechten Dingen zu? Bei der Beantwortung dieser Frage verstrickt sich das Haus von Karl Lauterbach in Widersprüche. Die Empörung in der Opposition wächst.
Im undurchsichtigen Vergabeverfahren um den 800.000 Euro schweren Auftrag für die Realisierung der Impfkampagne „Ich schütze mich“ hat das Bundesgesundheitsministerium erneut widersprüchliche Aussagen getätigt. In der Antwort auf eine schriftliche Anfrage von Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, teilte das Haus mit, es habe eine einvernehmliche Regelung zwischen der früheren Hausagentur Scholz & Friends und der Agentur BrinkertLück gegeben.
„Die Unterbeauftragung der Agentur BrinkertLück erfolgte nach einem mehrmonatigen Abstimmungsprozess zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit und den Agenturen Scholz & Friends und BrinkertLück“, heißt es wörtlich in dem Schreiben vom 2. Februar, das WELT vorliegt. Dies steht im Widerspruch zu einer vorherigen Aussage des Ministeriums. Ein Sprecher des BMG hatte WELT AM SONNTAG am 20. Januar mitgeteilt: „Der Rahmenvertrag mit SF ermöglicht ausdrücklich eine Unterbeauftragung einer anderen Agentur. Ein Zustimmungsvorbehalt besteht allerdings nur einseitig bei Unterbeauftragungen, die S&F initiiert.“ Sollte heißen: Wenn das BMG selbst einen Unterauftrag vergeben will, brauche es die Zustimmung von Scholz & Friends gar nicht.













