
Nie zuvor scheiterte ein Kandidat bei der Kanzlerwahl
n-tv
CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz erleidet eine nie da gewesene Schlappe: Er verfehlt bei der Kanzlerwahl die nötige Mehrheit. Nun ist die große Frage, wann der zweite Wahlgang startet.
Als erster designierter Kanzler ist Friedrich Merz nach einer Bundestagswahl und erfolgreichen Koalitionsverhandlungen bei der Kanzlerwahl im Bundestag gescheitert. Das Zitat von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist damit historisch: "Der Abgeordnete Friedrich Merz hat die erforderliche Mehrheit von mindestens 316 Stimmen nicht erreicht. Er ist gemäß Artikel 63 Absatz zwei des Grundgesetzes zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland nicht gewählt." Merz erhielt sechs Stimmen weniger als nötig.
Die neue Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD verfügt über 328 Stimmen im Parlament. Die Fraktionen beraten nun, wie sie weiter vorgehen wollen. Es bleiben 14 Tage Zeit für einen zweiten Wahlgang.
